100 Jahre Espenlaub auf der Wasserkuppe

Im Frühsommer 1920, radelte Gottlob Espenlaub nach Gersfeld in der Rhön, um als Helfer beim Segelflugwettbewerb auf der Wasserkuppe mitzuwirken. Doch aus den hochgesteckten Träumen wurde vorerst nichts, da er nur zur Küchenhilfe eingeteilt wurde.

Am 25.Oktober 2020 würde Gottlob Espenlaub seinen 120 Geburtstag feiern! Als ältestes von 15 Kindern eines Schäfers in Balzholz geboren, gilt er als eine der markanten und schillernden Persönlichkeiten aus den Anfängen der Segelfliegerei.

 

Anlässlich seines 120 Geburtstages und des hundertsten Jahrestages seiner ersten Ankunft auf der Wasserkuppe kehrt Espenlaub wieder zurück. Das Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe präsentiert den Nachbau seiner E4 im Maßstab 1:2,5. Diese ist im Winter 1922/23 unter kärgsten Verhältnisse in der damaligen Halle „A“ auf der Wasserkuppe. Sie zeigt erstmals Espenlaubs Konstruktionsprinzipen die so charakteristisch für seine weiteren Entwürfe von Segelflugzeugen ist.

Aus den Anfängen der Segelfliegerei in Österreich

Wieder ein außergewöhnliches Projekt aus der Atzwanger-Werkstatt:

 

Jahrelang hing im Techn. Museum in Wien ein globiges, aber sonst eher unscheinbare Segelflugzeug! Um die Jahrtausendwende wurde es abmontiert und verschwand ein Depot!

 

Dabei war die „Wien“ von Ing. Alois Kermer, einem Schiffsbauingenieur (in Anlehnung an den "Vampyr" / Akaflieg Hannover) konstruiert, im Schiffsbauwerk Moeve in Fischamend gebaut, Österreichs erstes Rekordsegelflugzeug.

Mit ihr gewann der erfahrene Weltkriegspilot Karl Ehrlich) beim ersten internationalen Österr. Segelflugwettbewerb am Waschberg bei Stockerau /NÖ, sämtliche österr. Wertungen: Dauer (10min 47sek.), Entfernung (1.470m) und Startüberhöhung.

Und so in etwa hätte dürfte 1923 ein Zeitungsfoto vom Flug der "Wien" beim Waschberg-Segelflugwettbewerb ausgesehen haben!

Mein Projekt
> Fortsetzung "Projekte 2020" unten!

 

Ausgangspunkt ist die Drei-Seiten-Ansicht von DI Reinhard Keimel publiziert vom Österr. Luftfahrtarchiv. Ergänzt wurde diese durch einen viel zu kurzen Besuch im Depot des Technischen Museums.

Im Maßstab 1:2,5, misst das Modell rund 5,6 m Spannweite und 2,25 m Länge; abei einem Gewicht rd. 13,5 kg.

 

Das Modell wurde in klassischer Holzrippen und Leistenbauweise erstellt. Die Beplankung erfolgt mit 0,4 und 0,6 mm Fliegersperrholz. Auf Kunststoffe wurde verzichtet, einzige Abweichung ist der Einbau einer Fernsteuerung.

Pilotiert wird meine "Wien" von "Charly" von/aus Andy`s-Piloten-Werkstatt.

 

https://www.youtube.com/watch?v=TKwQhEU0Dtw